Hallertau-Gymnasium Wolnzach

 Als wir am Montag in den Bus Richtung Flughafen Memmingen einstiegen, wussten wir nicht, dass das der Beginn einer sehr langen Reise werden würde. Nach gelungener Anreise erblickten wir zum ersten Mal Dublins Altstadt. Wir machten uns sofort auf, um zusammen mit unserem Reiseleiter James Kirkpatrick Dublin näher zu besichtigen, wobei dieser uns die Geschichte der Hauptstadt näher brachte. Am Dienstag bekamen wir nochmals eine ausführlichere Führung durch die Stadt und besichtigten zum Beispiel die berühmte Universität „Trinity College“, in der Teile der Harry Potter-Filme gedreht wurden. Gegen Abend ging es im Bus Richtung Süden, nach Carrigaline, nahe Cork. Wir wurden äußerst herzlich empfangen und unseren Gastfamilien zugeteilt, die uns zu sich nach Hause nahmen. Von Mittwoch bis Freitag hatten wir jeweils vormittags Englischunterricht. Nachmittags und abends gab es verschiedene, abwechslungsreiche Aktivitäten wie eine Führung durch Cork, die zweitgrößte Stadt Irlands, „Creative Writing“ in einem Museum, irischen Tanz unter professioneller Anleitung oder einen Ausflug an den Strand.
Zur Abrundung der tollen Woche stand am Samstag ein Tagesausflug auf dem Plan. Mit dem Bus ging es nach Killarney, zum vielleicht bekanntesten Nationalpark Irlands mit zahllosen Seen, wilden Wasserfällen, schroffen Bergen und einer mittelalterlichen Burg. Die erhebenden Anblicke wurden durch unzählige Fotos verewigt.
Die Probleme begannen in Dublin am Sonntagnachmittag. Kurz bevor wir den Flieger hätten betreten sollen, wurde der Flug auf Grund der Aschewolke gecancelt und wir standen wieder planlos auf dem Flughafen. An dem Punkt muss man den Lehrkräften dann wirklich ein sehr großes Lob aussprechen, denn sie stürzten sich sofort voller Eifer auf Plan B, und erstellten eine Route, mit der wir nach Hause gelangen sollten. Zuerst fuhren wir mit dem Bus zum Dubliner Hafen, und ergatterten die dreißig Tickets für die Fähre.
Als wir diese dann bestiegen, waren wir begeistert von deren Luxus, was sich allerdings bald ändern sollte. Als wir nämlich in Wales ankamen, mussten wir erst mal auf dem Bahnhof den Rest der Nacht verbringen, wobei das beim Schlafen auf den nackten Fließen eine Herausforderung darstellte. Nachdem das geschafft war, nahmen wir uns mit Hilfe der neuen Währung Pfund ein Zugticket nach London. Nach langer Fahrt kamen wir völlig übermüdet am Londoner Bahnhof Euston an. Wir verstauten unsere Koffer und nahmen eine Sightseeing-Tour durch die Weltstadt London in Angriff, ein Erlebnis, auf das wir vorher gar nicht zu hoffen gewagt hatten. Zwischen Big Ben, Houses of Parliament, Picadilly Circus, Trafalgar Square, Tower und Tower Bridge verging der Tag wie im Flug. Abends konnten wir dann erschöpft unseren Bus Richtung Frankfurt betreten. Wir fuhren mehrere Stunden bis nach Dover, wo wir eine Fähre Richtung Frankreich bestiegen. Mit den Kräften am Ende, begann nun jetzt erst die richtige Odyssee der Reisegruppe aus der neunten Jahrgangsstufe. Wir fuhren Stunden über Stunden, passierten Städte wie Gent, Brüssel, Aachen, Köln, bis wir schließlich in Frankfurt nach etlichen Kilometern zurückgelegter Strecke ankamen. Von dort fuhren wir mit dem Zug über die Stationen Würzburg und Treuchtlingen nach Rohrbach, wo unsere lang nicht gesehenen Eltern uns begrüßten. 

Maximilian Pitsch, Micha Lohr
Fotos Micha Lohr und Schüler

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2010_06_26
patzak
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