Hallertau-Gymnasium Wolnzach
…take a moment to relax, before you do anything rash. Diese Momente waren eher rar während der 5 Tage, die unsere Gruppe von 42 Q11lern zusammen mit Frau Ettlinger, Herrn Kuttler und Herrn Heller in Englands Hauptstadt verbracht haben.

Es haben am Montagmorgen des 28.06. natürlich alle gern aufs Ausschlafen verzichtet, um sich dann aufgeregt wie kleine Kiddies um 3 Uhr nachts an der Schule zu treffen und auf den Bus zum Flughafen zu warten, was etwas mehr Zeit als geplant in Anspruch nahm, da der uns leider - anders als in den sieben vorhergehenden Jahren - einfach vergessen hatte. Aber letztendlich kam er dann doch irgendwann und als wir auch noch den Flug und eine zweite Busfahrt überlebt hatten, waren wir dann da: LONDON!

Eine Aneinanderreihung von Pubs, Shops, Fastfoodläden und Supermärkten, in denen es auch fast ausschließlich abgepacktes Essen gibt (Hauptnahrungsmittel: Sandwiches?).
Wollte man auf die andere Straßenseite um sich mit der fremdartigen Währung der Briten ein typisches Sandwich zu kaufen, musste man ein wenig darauf Acht geben, nicht sein Leben unter einem der unzähligen roten Doppeldeckerbusse zu lassen. Aber wenn Londons Einwohner nicht gerade in der Rolle des rasenden Verkehrsteilnehmers stecken, sind sie doch ein umgängliches Völkchen (zur Sicherheit haben einige sich dann aber doch lieber als Österreicher ausgegeben, man weiß ja nie, wie große Fußballfans und wie nachtragend die Engländer sind).

London ist eben einfach ein Ort, an dem unzählige Menschen wohnen - ergo eine Großstadt. Das zieht natürlich überfüllte streets und tubes nach sich, aber auch einen Haufen interessanter Menschen, im positiven wie im negativen Sinne. Straßenkünstler, die beispielsweise ihre Lieder im Covent Garden zum Besten geben, oder abstrus verkleidete Persönlichkeiten, die sich auf dem Weg entlang der Themse zur Schau stellen. Unter negativ fallen diejenigen, die am helllichten Tag betrunken die Straße entlang torkeln.

Multikulti ist auch ein gutes Schlagwort für London: Nicht nur die Menschen sind verschieden, sondern auch ihre Kulturen. Die Reisesser haben selbstverständlich ihr eigenes Asia-Arial: Chinatown.

Einen sehr angenehmen Kontrast zum bewegten Großstadtleben boten da die Parks mit ihren Grünanlagen. Wenn man schon nicht im Hotel Zuflucht und Ruhe fand - wo übrigens am ersten Tag nicht mal Strom und kaltes Wasser funktionierten - dann beispielsweise im Green Park oder, wie beim gemeinsamen Picknick am Donnerstag, im Hyde Park.
 
Aber eine Handvoll Kultur durfte natürlich auch nicht fehlen, deshalb standen neben einer ausgedehnten Stadtrundfahrt gleich am ersten Tag auch weitere Sehenswürdigkeiten auf dem Programm: Buckingham Palace, St. James`s Park, Big Ben, London Eye, Millennium Bridge, St. Paul`s Cathedral, British Museum, Greenwich, Bootsfahrt auf dem River Thames, Tate Modern etc. Fast immer lag zwischen genannten Sehenswürdigkeiten ein ordentlicher Fußweg, so dass einem Blasen und schmerzende Füße als London-Souvenir schon einmal sicher waren. Richtige Andenken erwarb man dann aber doch lieber beim Camden Market oder in einem Laden in der berüchtigten Oxford Street, in der viele - zugegebenerweise hauptsächlich die weiblichen Wesen der Schöpfung - einen Großteil ihres Geldes gelassen haben: Primark dürfte nach der Londonfahrt jedem ein Begriff sein ;)

Ständig unterwegs und nach diesem ganzen Hin und Her des Tages kam im Prospect of Whitby – favourite pub of C. Heller - dann mit der Dämmerung auch die Ruhe. Und nachdem schon viele der Gruppe sich am Mittwoch den Lehrern angeschlossen hatten, ihren Abend auf der Terrasse des Prospect of Whitby mit Blick auf die Themse zu verbringen, wiederholten einige, wie auch ich, dieses Programm am nächsten und letzten Abend. Dann wurde ein letzter sehnsüchtiger Blick auf die Themse geworfen, ein letztes Mal Fish and Chips gegessen, mit denen man sich mittlerweile schon angefreundet hatte. Und am nächsten Tag, einem Freitag, hieß es dann abends: Bye bye London!
 
Für die Londonreisenden der Q11: Alexandra Klappert
Fotos: Bernhard Kraus; Simon Schörk Q11

Next



2010_07_07
patzak
Aktuelle Hinweise